Psychoonkologie

Die Diagnose Krebs stellt das Leben auf den Kopf. Sie betrifft den Erkrankten, aber auch das familiäre Umfeld, den Partner/die Partnerin. Es ist eine grosse Herausforderung, sich auf diese neue Lebenssituation einzustellen.

Eine Krebserkrankung ist mit Ängsten verbunden: Wie wird es weitergehen? Muss ich leiden? Werde ich sterben? Häufig treten auch  Symptome wie Erschöpfung und Verlust des Selbstwertgefühls auf. Patienten fühlen sich oft unsicher im Umgang mit ihren Angehörigen und Kollegen, insbesondere, wenn die Krankheit zu körperlichen Veränderungen geführt hat. Der Verlust der Arbeits- und Leistungsfähigkeit ist für viele schwer auszuhalten.

Um Sie  als Patient oder Angehöriger in dieser Situation gemäss Ihren Bedürfnissen zu begleiten,  biete ich Unterstützung in Form von Beratungsgesprächen im Einzel-, Paar- oder Familiensetting, sowie längerfristige Begleitungen und Psychotherapien an. Auch können Medikamente bei Bedarf zur Symptomlinderung eingesetzt werden.

»Ich habe erlebt, wie wichtig es ist, den Geschockten und aus der Bahn geworfenen zurück ins Leben zu begleiten, ihn in seiner Autonomie als Erkrankter zu stärken, sich zu bemühen, seine Zweifel zu verstehen, ihm zu helfen, seine Ängste auszusprechen und diese – in welcher Form auch immer – zu modellieren. Die Erkrankung vor sich zu stellen, sie und sich selbst von aussen zu betrachten – dieser ganzheitliche Blick ist wichtig und hilfreich.«

Christoph Schlingensief, 2008 an Lungenkrebs erkrankt
(Film-, Theater- und Opernregisseur, Aktions- und Installationskünstler)
Quelle: »So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein! Tagebuch einer Krebserkrankung«, btb-Verlag